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Heidenheimer Abendvorträge zur Klosterkultur

Wüstenväter, Einsiedler, Säulenheilige: Christliches Klosterleben vor Benedikt

Termin: Mi, 6. Juni, 19.30 Uhr
Ort: Kapellensaal
Referent: Prof. Dr. Hans Reinhard Seeliger (Tübingen)
Organisation: Dr. Anne Müller

In Kooperation mit dem Diözesanbildungswerk Eichstätt.

Der hl. Benedikt (*um 480, † 547) gilt als Vater des abendländischen Mönchtums. Allerdings hat er das Klosterwesen nicht erfunden! Bereits 200 Jahre vor seiner Zeit zogen sich Christen in die Wüsten des Orients zurück, um dort allein oder mit Gleichgesinnten religiös zu leben.

Unser Gastreferent Prof. Dr. Hans Reinhard Seeliger fahndet nach Spuren dieses östlichen Mönchtums. Er fragt: Was trieb Asketen, wie den hl. Antonius, aus der Zivilisation fort in die Wüste? Wie funktionieren die ersten christlichen Großklöster Ägyptens? Und warum fanden „Freiluftasketen“ wie der heilige Symeon, der über 30 Jahre lang in der Glut der syrischen Wüste auf einer Säule verharrte, so viele begeisterte Anhänger? Der Vortrag stellt verschiedene Experimentierstufen des frühen Mönchtums vor, um schließlich zu zeigen, ob und inwieweit der lateinische Westen bei diesen Urformen Anleihe nahm.